Montag, 1. Februar 2010

Eine kleine Verbesserung

Im unten angeführten Schachproblem (Matt in 3 Zügen) von Alexander Galizki (1900) stört mich eine Sache. Der letzte schwarze Zug muss Kg8-h8 gewesen sein, und der letzte weiße Zug Sx-h6+. Nach Sh6+ hätte Schwarz allerdings einfach den Springer nehmen können, wonach die Stellung remis ist. Wenn man praktische Relevanz als Gütesiegel eines Problems ansieht, scheitert diese Aufgabe leider.


Ich habe nun eine Variation auf dieses Schachproblem vorgenommen, die man im zweiten Diagramm sieht. Diese Variation hat eine höhere praktische Relevanz, ist aber unter ästhetischen Gesichtspunkten mangelhaft - wie ich zugeben muss.


Der Schlüsselzug ist wie in der Ausgangsaufgabe 1.Sh6. Ziel ist die Blockade des Bauern h7, wonach Schwarz durch die gleichzeitige Fesselung des Bauern g7 in Zugzwang gerät. Das zeigt sich am ehesten in der Variante 1.- Lxh6 2.Kf8 (f7) d5 3.Ld4 Lxx 4.Lxg7#. Die zäheste Verteidigung ist noch 1.- d5 2.Kf8 Le7+ 3.Kxe7 d4 4.Kf8 (f7) gxh6 5.Lxd4# Die von Galizki intendierte Mattsetzung mit Sf7# kommt in dieser Variation nicht zum Tragen. Der Bauer d6 ist auch etwas unschön. Er dient lediglich dazu, schwarze Schachgebote auf der Diagonalen a3-f8 zu unterbinden, bei denen die Stellung remis wäre.
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Kommentare:

Pascal hat gesagt…

Wenn im ersten Diagramm vor dem Zug Kh8 auf h8 ein weisser Springer gestanden hätte, würde das ganze wieder aufgehen. Weil dann ginge 1. Sh6+ (oder auch Sxh6+) gxh6 2. Sf7 h5 3. Sh6++

spr hat gesagt…

Hallo Pascal,

danke für diesen Beitrag. Meine Kritik war also unberechtigt. Ich werde den Artikel wohl ändern.