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Montag, 1. Februar 2010

Eine kleine Verbesserung

Im unten angeführten Schachproblem (Matt in 3 Zügen) von Alexander Galizki (1900) stört mich eine Sache. Der letzte schwarze Zug muss Kg8-h8 gewesen sein, und der letzte weiße Zug Sx-h6+. Nach Sh6+ hätte Schwarz allerdings einfach den Springer nehmen können, wonach die Stellung remis ist. Wenn man praktische Relevanz als Gütesiegel eines Problems ansieht, scheitert diese Aufgabe leider.


Ich habe nun eine Variation auf dieses Schachproblem vorgenommen, die man im zweiten Diagramm sieht. Diese Variation hat eine höhere praktische Relevanz, ist aber unter ästhetischen Gesichtspunkten mangelhaft - wie ich zugeben muss.


Der Schlüsselzug ist wie in der Ausgangsaufgabe 1.Sh6. Ziel ist die Blockade des Bauern h7, wonach Schwarz durch die gleichzeitige Fesselung des Bauern g7 in Zugzwang gerät. Das zeigt sich am ehesten in der Variante 1.- Lxh6 2.Kf8 (f7) d5 3.Ld4 Lxx 4.Lxg7#. Die zäheste Verteidigung ist noch 1.- d5 2.Kf8 Le7+ 3.Kxe7 d4 4.Kf8 (f7) gxh6 5.Lxd4# Die von Galizki intendierte Mattsetzung mit Sf7# kommt in dieser Variation nicht zum Tragen. Der Bauer d6 ist auch etwas unschön. Er dient lediglich dazu, schwarze Schachgebote auf der Diagonalen a3-f8 zu unterbinden, bei denen die Stellung remis wäre.
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Mittwoch, 30. Dezember 2009

Fünf Silvester-Knacknüsse

Für Leute, die wenig mit Ballern und Böllern anfangen können, habe ich fünf Schachaufgaben zusammengestellt, die einem die Zeit an Silvester oder Neujahr vertreiben helfen. Der Schwierigkeitsgrad ist von eins nach fünf steigend. Viel Spaß und einen guten Rutsch ins neue Jahr!



1 W.F. von Holzhausen (1901), Matt in 1








2 A. Petrov (1845), Weiß zieht und Matt in 5








3 Kohtz/Kockelkorn (1875), Weiß zieht und Matt in 5





4 J. O' Donovan (1939), Weiß zieht und gewinnt





5 A. und K. Saritsjev (1928), Weiß zieht und hält remis



Lösungen:

1 Schwarz muss am Zug sein, da es keinen legalen Zug gibt, den er als letztes ausgeführt haben kann. Nach 1.- Txa7/Kxa7/Kxc7 setzt Weiß mit 2.Tc8/b8-S/bxa8-S matt.

2 1.Sg5+ Kh6 2.Th8+ Lxh8 3.Kg8 Sd6 4.Kxh8 (Zugzwang) Se4 5.Sf7#

3 1.Le5 ist der einzige Zug, der Matt in 5 ergibt. Nach z.B. 1.Lb2 Lh1 2.La3 g2 baut Schwarz eine Pattsituation auf und Weiß muss zunächst diese auflösen, wonach er Tempi verliert. Nach 1.Le5 Lh1 kommt 2.Lxg3 mit weiterem 3.Ld6, 4.Lf8 und 5.Lg7#

4 1.Dxg8+! (das vordergründige 1.Txg8+ Sxg8 2.Df7 führt nach der Fesselung 2.- Df8!! nur zum remis) 1.- Sxg8 2.Tf7! und Weiß gewinnt, z.B. 2.- Sf6 3.gxf6 Dxc5 4.Th7+ Kg8 5.f7+ Kf8 6.Th8+ Kg7 7.Tg8+ Kh6 8.f8-D+

5 1.Kc8!! b5 2.Kd7! b4 (2.- Lf5+ 3.Kd6 ist Zugumstellung) 3.Kd6 Lf5 4.Ke5! Lc8 5.Kd4 = (eine Variation auf die "Reti-Idee")