In der Regel findet man dieses Manöver in Bauernendspielen.

Weiß am Zug möchte das Zugrecht gerne an Schwarz abgeben, um den schwarzen König am Brettrand einzuklemmen.
1.Ke5 Kc6 2.Kd4 Kd7 3.Kd5
Jetzt ist die gleiche Stellung enstanden, allerdings mit Schwarz am Zug.
3.- Kc8 4.Kd6 (4.c6? Kb8! ist remis) Kd8 5.Ke6 Kc8 6.Ke7 Kb8 7.Kd7 Ka8 8.c6 +-
Ein schönes Beispiel eines Dreiecksmanövers zeigt auch folgendes Problem von Carel Mann (1893). Die Vorgabe lautet Matt in 4.

Der praktische Nutzen für einen Turnierspieler ist hier gering, da am einfachsten natürlich 1.Dh4+ Kf5 2.Dxg4+ den Gewinn sichert.
Um aber der Vorgabe Matt in 4 zu genügen, muss Weiß ein Dreiecksmanöver spielen, denn es ist klar, dass Schwarz am Zuge einzügig mattgesetzt würde (1.- Kf5 2.Dd5#; 1.- f5 2.Dh4#).
1.Da8! Kh6 (1.- f5 2.Dd8+ Kh6 3.Dh8+ Kg5 4.Dh4#) 2.Dh8+ (deshalb musste 1.Da8 gespielt werden, und nicht 1.Db7) Kg5 3.Dh1! (jetzt ist die Ausgangsstellung erreicht mit Schwarz am Zug!; Weiß kann wie oben beschrieben mattsetzen).

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