Donnerstag, 18. Juni 2009

Tactics (9)

In the diagram position White played 1.Rxh4?? After that move Black had no problem to grab the full point in Kamsky - Ivanchuk (Bazna 2009).





Solution (diff. 1/5): 1.- Qe1+! (2.Bg1 Qxh4) 0-1

Sonntag, 14. Juni 2009

Schöne Rettung

In der Diagrammstellung mit Weiß am Zug (Miles - Schneider, Philadelphia 1980) ist der schwarze b-Bauer bedrohlich. Zudem steht der weiße König etwas dubios.



Weder 1.Txb3 De5 (droht 2.- Dxe4+ als auch 2.- Dg5+ 3.Kh3 Dxh5+ 4.Kg2 Dh1#) 2.Sf4 Dxe4

noch

1.e5 f5+ 2.exf6 gxf6 3.Sc3 Tc1 sind erfreulich für Weiß.

Miles spielt hier eine schöne Rettung (man beachte den vierten Zug der Kombination):

1.Dxf8+ Dxf8 2.Se7+ Kh7 3.Txf8 b2?? (siehe Diagramm 2).


4.Sg6!! (droht 5.Th8 matt; 4.- fxg6 scheitert an 5.Txf1) 1-0

Man beachte, dass 4.Sg6 der einzige Zug ist, der nicht für Weiß verliert! Miles musste ihn also schon vor 1.Dxf8+ gesehen haben. Anzumerken ist, dass Schwarz nicht 3.- b2 spielen musste. Nach 3.- Te1 hätte er noch praktische Remischancen gehabt.

Dienstag, 9. Juni 2009

Endspiel: Dame gegen Bauer

Das Endspiel Dame gegen Bauer resultiert meist aus einem "Bauernwettrennen". In Diagramm 1 markieren die Bauern auf den grünen Feldern Remispositionen (der schwarze König muss natürlich jeweils neben dem Bauern stehen). Bei den Springer- und Zentrumsbauern gewinnt Weiß am Zug (der Gewinnplan ist einfach: Weiß gibt solange Schach, bis der schwarze König den Bauern verstellt; dann nähert er sich mit seinem eigenen König an; diese Prozedur wiederholt man solange, bis der König am Bauern dran ist).





Der Grund, warum dieses Verfahren bei den grün markierten Bauern (also dem Läufer- und Randbauern) nicht funktioniert, liegt in Pattmotiven begründet. Bei einem Läuferbauern auf c2 und dem König auf b1 z.B. nützt Weiß das Damenschach auf b3 nichts, da er nach Ka1! nicht auf c2 wegen Patts nehmen kann.

Wichtig: Es ist aber selbst in diesen Fällen wichtig, dass der weiße König weit genug entfernt ist (Man kann als Faustregel sagen, dass er auf der sechsten Reihe zu weit entfernt ist). Ist der König näher dran, ergeben sich mitunter skurrile Mattpositionen, wie man in Diagramm 2 sehen kann.


Nach 1.Db3+ Ka1 2.Dd1+ Kb2 3.Kb4! a1-D 4.Dd2+ Kb1 5.Kb3! +- hat Schwarz zwar eine Dame, die ihm aber nichts nützt, da sie kein Schach geben kann, ohne genommen zu werden; zudem droht Weiß Matt durch 6.Dc2.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Tactics (8)

White to play in Sutovsky - Inarkiev (Pojkovsky 2009).


Solution (diff. 2/5): 1.Qa3+ Kg8 2.Re5! (the black queen is trapped) 1-0

Turm und Randbauer gegen Turm (Teil II)

Für die verteidigende Partei ist es wichtig, dass der Bauer noch nicht allzu weit vorgerückt ist. Bei einem Bauern auf der fünften Reihe hat er Remischancen, da die stärkere Partei keinen Brückenbau ausführen kann - wegen Turmtauschs. Im unteren Diagramm würde Schwarz am Zug 1.- Tb1+ spielen. Nach 2.Kc5 (schlecht ist 2.Ka6) 2.- Ta1 muss der König wieder zurückkehren, um den Bauern zu decken. Der Brückenbau 3.Kb5 Tb1+ 4.Tb4 scheitert an 4.- Txb4! 5.Kxb4 Kd8 =
Weiß am Zug könnte mit 1.a6 leicht gewinnen. Der Brückenbau wäre dann möglich, da Schwarz nicht die Türme tauschen kann (sein König ist zu weit entfernt).


Eine seltene Situation entsteht, wenn der König der stärkeren Partei vor dem eigenen Bauern eingeklemmt ist (siehe Diagramm, Karstedt 1909).




Der Plan von Weiß besteht nun darin, den Turm nach b8 zu überführen, wodurch der schwarze Turm von der b-Linie vertrieben wird. Danach kann der König das Feld a8 über b7 verlassen. Das kann Schwarz nur verhindern, indem er mit seinem König zum grün markierten Feld c7 gelangt und so das Feld b7 für den weißen König sperrt.

Die Diagrammstellung ist für Weiß am Zug gewonnen, da der schwarze König zu weit vom Feld c7 entfernt ist. 1.Th2 Ke7 2.Th8 Kd6 (2.- Kd7 3.Tb8 Ta1 4.Kb7 Tb1+ 5.Ka6 Ta1+ 6.Kb6 +-) 3.Tb8 Ta1 4.Kb7 Tb1+ 5.Kc8 Tc1+ 6.Kd8 Th1 7.Tb6+ Kc5 8.Tc6+ Kb5 9.Tc8 Th8+ 10.Kc7 Th7+ 11.Kb8 +-

Wichtig: Stünde der schwarze König in der Diagrammstellung nicht auf f7 sondern auf e7, wäre die Stellung remis, da er das Feld c7 schnell genug erreichen kann. Schwarz würde also - wäre er selbst am Zug - mit 1.- Ke7 remis machen.

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Mittwoch, 3. Juni 2009

Tactics (7)

The last moves were 1.Rd3-d7 Kh7-h8?? How did White close the game in Bartel - Malakhatko (Lublin 2009)?



Solution (diff. 2/5): 1.Qd4!! 1-0 (Black was that shocked by this move that he resigned. Obviously 1.- Bxd4 2.Bxd4+ Kg8 3.Rg7+ is dead lost, but Black could have played on with 1.- Qg8, after which the computer gives 2.Rf6; the position is lost anyway, but not that obvious).

Sonntag, 31. Mai 2009

Tactics (6)

White to play in Svidler - Prie (French League 2009).


Solution (diff. 2/5):

1.Qe6! Rxe7 (1.- Nf6 2.De5 +-; 1.- Nf8 2.Rxe8 Bxe6 3.Rfxf8+ Bxf8 4.Rxd8 +-) 2.Rxe7 Nf6 (2.- Nf8 3.Qf7 +-; 2.- Qg8 3.Qxg8+ Kxg8 4.Re8+ +-) 3.Qf7 1-0